bitte schweigen

vor wochen aus dem briefkasten gezogen und heute gelesen der spunk no.64 (märz 2011), die mitgliederzeitung der grünen jugend. aus dem artikel „die verschleierte frau und der moderne westen – worüber sprechen wir eigentlich in der islamdebatte? eine selbstreflexion“ (s.6):

jetzt mag mensch fragen, was daran so problematisch sei , missstände zu benennen und demokratisierung (in der arabischen welt; d.a.)  zu fordern? schlimm ist, aus meiner sicht, nicht die forderung an sich, sondern vielmehr, was darin mitschwingt: dadurch, dass ich so entrüstet mit dem finger auf „die anderen“ zeige, werde ich blind für die probleme in der eigenen gesellschaft. wer immer betont, dass die situation für homosexuelle im iran miserabel sei (was durchaus stimmen mag), sagt damit indirekt, dass „hier bei uns“ alles gut wäre. (…) wer für demokratie und menschenrechte (…) werben will, muss sie zunächst konsequent umsetzen (…). (hier)

mit anderen worten: schweige zu vergewaltigten frauen, welche in saudi-arabien wegen ehebruchs ganz sharia-like gesteinigt werden, solange „hier bei uns“ in stellenausschreibungen  das binnen-i keine verwendung findet. wow!

grüße aus dem eis

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Über schneespuren

Schneespuren, Spuren im Schnee
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