krass deutschgrün mit harry und adi

bei den grünen mitglied zu sein bedeutet viel papier in den briefkasten gestopft zu bekommen. einiges davon ist sinnvoll, das meiste ganz und gar nicht. zu ersteren gehören die einladungen zu mitgliederversammlungen. man erfährt wann man wo hinkommen kann, um anderen beim reden zu zuhören – meist bei wenig sinnvollem. spannend.

daneben bringt der postbote auch noch regelmäßig weniger sinnvolles – mitgliederzeitungen. grüne, welche noch nicht ein fortgeschrittenes alter erreicht haben, bekommen in nrw neben dem offiziellen parteiblatt auch noch „krass – magazin der grünen jugend nrw“.

mit erfolg konnte ich mich bisher lediglich dem eintrag in den email-verteiler der örtlichen grünen-jugend basisgruppe erwehren. über diesen sollen, dem hören nach, vor allem die nächsten partytermine und gemeinsames fussball-wm gucken besprochen werden. super.

aber zurück zur krass. die aktuelle ausgabe trägt den titel „ein bisschen frieden … wir und afghanistan die bundeswehr – peace oder feuer frei? buko, ahaus und nrw nach der wahl“ (fehlende satzzeichen im original). download hier.
meine übliche prozedur: titelbild sichten, einmal durchblättern, überschriften anschauen und ab damit zum recycling.

diesmal jedoch ein genauerer blick: „¸nennt mich einfach mensch´, sagte der leviathan lächelnd“ von s.s. (seite 6 ff. f.). interessante überschrift die suggeriert, dass die autorin schon mal irgendetwas von hobbes gelesen hätte. und tatsächlich geht es mit diesem und „bellum omnia contra omnes“ los. dazu noch ein wenig kant. so weit so gut. doch dann wird es obskur. erst ein bisschen harry potter und dann revisionistischer unsinn á la bush = hitler:

wäre ich hitler oder bush würde ich auch „meine sache“ als die gerechte ansehen […]. wenn dann ein „totaler krieg“ oder ein „krieg gegen den terrorismus“ […] ausbrächen, wären das eben unangenehme nebeneffekte.

was will uns die autorin damit sagen? der 11.9 genauso ein fake wie der überfall auf den sender gleiwitz? von der cia, dem mossad oder gleich einem „usisraelischem“ konglomerat? um mal so ordentlich gegen die heimelige afghanische autochtonie, von taliban bis al kaida, losschlagen zu können?

ein krieg für die demokratie, ist das gleiche wie einer für den lebensraum der deutschen volksgemeinschaft im osten?

der – vielleicht naive – wunsch das menschenrechte nicht nur für europäische gutmenschen, sondern auch für die opfer ihres paternalismus im trikont, gelten sollen, ist dasselbe wie das eifrige vernichten um der vernichtung willens im neuen osteuropäischen lebensraum?

nur ein kommentar: willkommen in der deutschgrünen spaßgemeinschaft friedensfanatischer gutmenschen.

grüße aus dem eis

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Über schneespuren

Schneespuren, Spuren im Schnee
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