grünes wahlprogramm I

grünes landtageswahlprogramm I – antisemitismus, völkische zwangskollektive und kulturrelativistischer multi-kulti-brei

eine suche nach dem begriff „antisemitismus“ im entwurf des landesvorstandes der grünen nrw für das landtagswahlprogramm, ergibt einen treffer. so heißt es, dass

„rechtsextremismus, rassismus und antisemitismus […] in unserer gesellschaft keine chance haben.“ (seite 90 zeile 1-2)

dürfen.

weiterhin heißt es, dass

„langfristige handlungskonzepte entwickeln [werden sollen], die rechtsextremistische propaganda entlarven und ihr demokratische wert- und handlungsmuster entgegenhalten [sollen].“ (siehe seite 90 zeile 3-4)

beiden aussagen sind zu begrüßen. sowohl die sich rechts-konservativ gebenden pro-bewegung (ein problem, welches im übrigen gerade die kölner stadtverwaltung im alleingang zu lösen scheint; siehe hier) und die anderen rechten wahlparteien, als auch die freien kameradschaften im ruhrgebiet und in den ländlichen regionen, wie bspw. dem sauer-, münsterland oder aachener Raum müssen mit repression und aufklärung effektiv angegangen werden.

auch völkische zwangskollektive aus der nicht (klassischen) rechten ecke angreifen

jedoch antisemitismus und der versuch (völkische) zwangskollektive alleine als in deutschen (klassischen) rechtsradikalen kreisen beheimatet anzusehen, greift zu kurz.

auch in nrw ist es vor knapp einem jahr zu antisemitischer hetze auf anti-israel-demos gekommen. an ihnen waren auch islamistischen gruppen, deren mitglieder in nach geschlechtern getrennten Blöcken laufen, beteiligt. auch in nrw gibt es in migrantischen milieus familiäre clanstrukturen und religiöse „hassprediger“. siehe hier

konsequenzen aus diesen vorfällen werden in dem entwurf jedoch nicht gezogen. antisemitismus und völkischer wahn wird schematisch singulär in der rechten ecke verordnet. der gedanke, dass sich judenhass und völkisches denken auch subkultur-übergreifend in anderen „ecken“ findet, fehlt. diese „ecken“, zeichnen sich alle dadurch aus ihre gewachsenen, traditionellen völkischen strukturen gegen die moderne, mit ihren westlichen freiheitsrechten, auf kosten der freiheit des einzelnen zu verteidigen.

gleichstellung bedingt das recht auf vereinzelung

wer sich – richtigerweise- für die gleichstellung von so genannten migrantinnen und deren nachkommen einsetzt, sie jedoch vor der repression ihrer eigenen herkunftskollektive nicht schützt, indem er ihr recht auf vereinzelung und ein selbstbestimmtes handeln nicht postuliert und verteidigt, nimmt in kauf, dass die anti-emanzipatorischen (herkunfts-)elemente weiter exisitieren, sich verfestigen und zwangsweise einfluss ausüben. diese können unter dem deckmantel und dem schutz eines oberflächlichen antirassismus und eines kulturrelativistischen multi-kulti weiter das leben der menschen bestimmen.

emanzipatorischer multi-kulti-kurs – für die menschen und nicht für die zwangskollektive

somit ist die forderung nach einem emanzipatorischen multi-kulti für die freie entfaltung des menschen und nicht der völkischen zwangskollektive – seien sie nun religiöser, politischer oder „ethnischer“ art- zwangsläufig. wer sie nicht erhebt, manifestiert die unterdrückung der bevölkerung und handelt rassistisch, weil er einer bestimmten „ethnischen“ bevölkerungsgruppe nicht zugesteht das zu tun, was sie/ er selber ganz selbstverständlich praktiziert – selbstverwirklichung.

der entwurf findet sich hier

gruß aus dem eis

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Über schneespuren

Schneespuren, Spuren im Schnee
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